
ANDERE Die Föderalregierung hat sich auf den neuen Haushalt geeinigt und das ist für die Welt des Sports nicht ohne Folgen geblieben. Athleten, Vereine und Fans müssen wahrscheinlich bald tiefer in die Tasche greifen. Die Mehrwertsteuer auf Eintrittskarten und verschiedene Sportaktivitäten soll nämlich von 6 auf 12 Prozent steigen.
Obwohl es keine allgemeine Mehrwertsteuererhöhung geben wird, rechnet die Regierung mit zusätzlichen Einnahmen aus den Bereichen Sport, Freizeit und Unterhaltung. Diese unterliegen derzeit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 6 Prozent, der jedoch bald verdoppelt werden soll.
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Fans werden es in ihrer Brieftasche spüren
Auch die Fans am Spielfeldrand werden dieser Preissteigerung nicht entkommen. So würde eine Eintrittskarte für die Radsport-Veranstaltung in Koksijde, die aktuell 20 Euro kostet, deutlich über 21 Euro hinausgehen.
Beim Fußball, der nach wie vor der populärteste Sport des Landes ist, wird sich das am stärksten auswirken. Ein Abonnement, das heute 800 Euro kostet, würde zukünftig voraussichtlich 845 Euro betragen.
Die Pro League, der Dachverband der Profiklubs, hält sich vorerst bedeckt. "Wir analysieren zunächst alle Maßnahmen als Ganzes, bevor wir Stellung dazu beziehen werden", hieß es.
Von Lastenkürzungen zu Lastenserhöhungen
Damals beschloss die Regierung, dass Arbeitgeber keine Sozialbeiträge mehr auf Gehälter über 340.000 Euro brutto pro Jahr zahlen mussten, eine Maßnahme, die darauf abzielte, ausgebildete Spieler in Belgien zu halten. Vor allem die Topklubs profitierten davon, weil sie viele Spieler mit solchen hohen Gehältern beschäftigen.
Mit den neuen Mehrwertsteuer-Plänen scheint der Fußball nun doch mit einer Steuererhöhung konfrontiert zu werden, sei es über die Fans oder die Teilnehmer.
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