
VERLETZUNGEN Die Niederlage von Anderlecht in Gent hat erneut ein schmerzliches strukturelles Problem offenbart: Der Kader ist einfach zu klein. Aufgrund der vielen verletzten Spieler musste die Mannschaft erneut improvisieren, was sich erneut als fatal erwies. Sobald einige Leistungsträger ausfallen, sinkt das Niveau auf dem Spielfeld nämlich dramatisch.
Derzeit kann Anderlecht nur auf etwa zehn Spieler zählen, die wirklich den Unterschied ausmachen können, wenn sie vollständig fit sind. Erst wenn unter anderem Coosemans, Sardella, Camara, Kana, Augustinsson, De Cat, Saliba, Angulo, Hazard und Bertaccini alle auf ihrem besten Niveau spielen, kann Anderlecht um die ersten Plätze mitspielen. Fällt einer oder mehrere dieser Spieler aus, dann wird der Qualitätsunterschied sofort sichtbar.
Die Einwechselspieler tun ihr Bestes, aber das reicht auf diesem Niveau nicht. Spieler, die einst hohe Erwartungen geweckt hatten, schaffen es vorerst nicht, diese auch zu erfüllen. Die Folge: Eine Mannschaft, die nur unter idealen Bedingungen Leistung zeigen kann. Das ist für einen Verein mit Titelambitionen viel zu wenig.
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