SPIELE Die Wiedergeburt von Anderlecht bleibt vorerst ein One-Hit-Wonder, denn heute in der Meisterschaft sahen wir erneut das inspirationslose Anderlecht der vergangenen Wochen. Anderlecht hatte in jeder Halbzeit eine kurze bessere Phase, in der es besonders nach der Pause durch Camara und Sikan hätte treffen können. Wieder eine große Enttäuschung, denn La Louvière konnte selbst kein einziges Mal gefährlich werden. Der Rekordmeister hat nun schon seit vier Spielen nicht mehr getroffen.
Anderlecht startete gut und erspielte sich Chancen durch Ilić, Bertaccini und Sardella, doch nach etwa einer Viertelstunde hatten sich die Offensivaktionen schon wieder gelegt. Das Tempo sank, das Spiel wurde fahrlässiger und Bewegung nach vorne ging nach und nach verloren. La Louvière kam danach besser ins Spiel, doch echte Abschlüsse blieben den Gästen jedoch verwehrt. Fall köpfte später zwar gegen den Pfosten, aber der Schiedsrichter hatte ein Foul gesehen.
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Weiter lesen Auch nach dem Seitenwechsel hatte Anderlecht Schwierigkeiten, sich Chancen herauszuspielen und für die erste nennenswerte Gelegenheit musste man bis zur vollen Stunde warten: Verschaeren zielte bei seinem Versuch allerdings zu ungenau. Kurz darauf vergab der eingewechselte Camara eine hervorragende Chance auf das 1-0, da Peano den Schuss mit seinem Knie parieren konnte.
Danach versank Anderlecht wieder in einer Flut von Ungenauigkeiten. Es mangelte schlicht an der nötigen Vernunft oder der Klasse, um eine Lücke zu reißen und den Ball anschließend zu verwerten. Torhüter Coosemans hatte nach der Pause nicht wirklich etwas zu tun.
In der Schlussphase setzte sich der eingewechselte Saliba durch. Der Kanadier legte für Sikan auf, doch dessen Schuss prallte gegen Cvetkovic – statt ins Tor.
So spielte Anderlecht erneut 0-0 gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Es fehlt schlicht die nötige Klasse, um gegen solche Teams ausreichend Chancen zu kreieren und dann auch noch zu verwerten. Nächste Woche kann Anderlecht aus der Top-6 rutschen. Wenn sich das Team nicht bald fängt, ist es nur eine Frage des 'wann', nicht des 'ob'.
Die Wintertransferperiode scheint immer mehr nur ein finanzieller Erfolg zu sein, denn Da Costa befand sich bereits zum zweiten Mal nicht im Kader und Sikan scheint nicht der Torjäger zu sein, den Anderlecht seit dem Abgang von Dolberg immer noch nicht gefunden hat.