INTERVIEWS Obwohl Anderlecht OH Löwen überzeugend besiegte, dämpfte Interimstrainer Jérémy Taravel nach dem Spiel die Euphorie. Er gab zu, dass die Mannschaft besser gespielt habe als in früheren Partien, betonte aber zugleich, dass noch viel Luft nach oben sei.
Dem Erfolg liege kein Wundermittel zugrunde, sagte Taravel: Vielmehr seien eine intensive Trainingsarbeit, Gespräche mit den Spielern und die Analyse von Spielsituationen die Basis für den Fortschritt. Gleichzeitig warnte er, dass gute Resultate schnell kippen können und dass sich die Mannschaft nach dem deutlichen Sieg nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen darf.
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Weiter lesen Der Trainer sieht vor allem positive Entwicklungen im Offensivspiel. Er beobachte, dass die Spieler mehr Freiheit in ihren Aktionen erhielten und dass diese Herangehensweise Früchte trägt. Für ihn sei wichtig, dass die Mannschaft während der Vorbereitung auf das nächste Spiel engagiert und fokussiert bleibt.
Seit seiner Anstellung hat Anderlecht starke Ergebnisse erzielt und noch nicht verloren. Dennoch möchte sich Taravel nicht von den Zahlen blenden lassen. Seiner Ansicht nach machte die Mannschaft in den entscheidenden Momenten den Unterschied aus, auch wenn er weiterhin Verbesserungsmöglichkeiten sieht.
Das anstehende schwere Auswärtsspiel gegen Club Brügge bezeichnete Taravel als echten Gradmesser. Man müsse zeigen, ob Anderlecht auch gegen einen starken Gegner offensiv für Gefahr sorgen kann. Wie es ausgehen wird, ließ er aber vorerst offen.