
INTERVIEWS Das gestrige Derby zwischen Anderlecht und Union Saint‑Gilloise wurde durch einen wichtigen Wendepunkt geprägt: den Platzverweis von Killian Sardella nach dem Eingreifen des VAR. Gerade als Anderlecht den Rückstand verkürzt hatte (1‑2), kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Sardella und Guilherme. Der Anderlecht-Verteidiger bewegte seine Stirn leicht in Richtung des Spielers von Union, der dann mit viel Theatralik zu Boden ging.
Schiedsrichter Jasper Vergoote hatte ursprünglich beiden Spielern die gelbe Karte gegeben, doch der VAR fand diese Sanktion nicht hart genug und schickte den Schiedsrichter zum Bildschirm. Als sich Vergroote die Bilder angeschaut hatte, folgte die Entscheidung: rot für Sardella. Anderlecht musste demzufolge die zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten.
Nach dem Schlusspfiff konnte Torwart Colin Coosemans seinen Unmut nicht verbergen. Seiner Meinung nach war nämlich keine Video-Intervention notwendig. "Uns wurde die Chance genommen, wieder ins Spiel zurückzukommen. Das war wirklich nicht viel. Sie berührten sich, der eine fällt und wer zuerst fällt, ist anscheinend im Recht." Coosemans erklärte sogar, dass er mit Christian Burgess gesprochen hatte, um dem Schiedsrichter klarzumachen, dass sie einfach weiterspielen wollten. Doch der VAR entschied anders. Der Torwart fuhr fort und kritisierte den zu "enthusiastischen" VAR, der sich seiner Meinung nach "wichtiger als das Spiel fühlen wollte".
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