
INTERVIEWS Der erste Arbeitstag von Vítor Bruno als Cheftrainer von Anderlecht machte sofort deutlich, wofür er steht. Der portugiesische Trainer möchte vor allem ein professionelles Arbeitsumfeld schaffen, in dem Disziplin und Verantwortung im Mittelpunkt stehen.
Beim ersten Training fiel auf, dass alle Spieler mit hochgezogenen Stutzen und Schienbeinschonern das Spielfeld betraten. Laut Bruno ist das kein Detail, sondern eine Selbstverständlichkeit. Er erwartet von seinen Spielern, dass sie selbst die richtigen Entscheidungen treffen, ohne dass er sie ständig anweisen muss.
Dennoch möchte der neue Trainer nicht als autoritärer Trainer gelten. Er betonte, dass offene Kommunikation innerhalb seiner Mannschaft von entscheidender Bedeutung ist. Schwierige Entscheidungen, wie zum Beispiel die Einwechslungen oder der Platz auf der Tribüne, werden unvermeidlich sein, aber darüber möchte er stets ehrlich sein.
Bruno ist davon überzeugt, dass der aktuelle Kader über eine solide Basis verfügt. Er beschreibt den ersten Eindruck als vielversprechend, ist sich jedoch bewusst, dass die wirklichen Herausforderungen erst dann kommen werden, wenn Ergebnisse geliefert werden müssen.
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