Der bemerkenswerte Aufstieg von Noa Ojea

FREITAG, 11 SEPTEMBER 2026, 18:51 - RSCA Skater
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JUGEND Am 10. August ist er gerade mal 17 Jahre alt geworden, kam in dieser Saison bereits 149 Spielminuten für die A-Mannschaft zum Einsatz und spielte am vergangenen Wochenende gegen Genk sogar zum ersten Mal von Beginn an. Der Aufstieg von Noa Ojea ist bemerkenswert.

"Vor drei Jahren fragten sich die Verantwortlichen von Standard Lüttich, warum Anderlecht ihn verpflichtet hatte", erinnert sich Stéphane Stassin. Der Ex-Spieler von Anderlecht war Ojeas erster Trainer bei der U15 von Anderlecht und hielt ihn damals schon für den besten Spieler seiner Mannschaft.


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Laut Stassin ist Ojea ein typischer Anderlecht-Spieler: „Ein hervorragender Linksfuß, der viel wagt. In der Jugend spielte er von seiner bevorzugten rechten Flanke aus jedes Mal seinen Gegenspieler aus.“ Ursprünglich war Ojea ein reiner Linksfuß, aber er hat hart an seinem rechten Fuß gearbeitet. Mittlerweile kann er mit dem rechten Fuß fast genauso kraftvoll schießen oder Flanken schlagen wie mit dem linken.

Während die meisten jungen Spieler den Umweg über die Futures nehmen, scheint Ojea diesen Schritt übersprungen zu haben. Er kommt auf knapp 64 Spielminuten, verteilt auf zwei Einwechslungen an den letzten beiden Spieltagen der Challenger Pro League der vergangenen Saison. Diese folgen unmittelbar auf den Sieg von Anderlecht beim Future Cup in Amsterdam, einem der renommiertesten Jugendturniere Europas. Ojea hinterlässt dort einen sehr starken Eindruck und verhilft Sporting unter anderem zu Siegen gegen Olympique Lyon, Bayer Leverkusen und Real Madrid (zweimal). Einige Tage später darf er bei den Futures sein Debüt geben.

Ende Mai reist der junge Belgier mit spanischen Wurzeln dann erneut zur U17-EM, unter anderem zusammen mit Mattis Seghers, Noah Kalonji, Jayden Onia Seke und Joshua Nga Kana. Dort ist er zunächst Einwechselspieler, doch Belgien schafft es bis ins Finale. In diesem Spiel hätte Ojea als Einwechselspieler beinahe den Siegtreffer erzielt, wäre da nicht der Ausgleichstreffer Italiens in der Nachspielzeit gewesen, sodass Italien schließlich im Elfmeterschießen den Sieg davontrug. Ojea gehört übrigens zu den Pechvögeln in dieser Elfmeterserie, doch es ist offensichtlich, dass er nach dem Future Cup, seinem Debüt in der Challenger Pro League und der U17-EM innerhalb weniger Monate enorme Fortschritte gemacht hat. 

Am 11. Juli darf er als 16-Jähriger mitten in der Vorbereitung für Cvetkovic gegen NEC einspringen. Auch der neue Trainer Vítor Bruno ist zunehmend beeindruckt, und Ojea erhält immer mehr Einsatzchancen. Bislang überzeugt er eher als Einwechselspieler als in der Startelf, aber das ist für einen 17-Jährigen natürlich keine Schande. So muss er noch an Muskelmasse zulegen und an seiner Effizienz arbeiten. Trotz der zunehmenden Konkurrenz scheint der junge Lütticher, der sich in Rekordzeit in die Herzen der violett-weißen Fans gespielt hat, seinen Platz im violett-weißen Kader erobert zu haben.

Quelle: © Eigene Quelle