Stroeykens erfindet sich bei Anderlecht neu

SONNTAG, 25 OKTOBER 2026, 13:26 - RSCA Skater
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INTERVIEWS Mario Stroeykens schien im vergangenen Sommer bei Anderlecht vor dem Absprung zu stehen. Nur wenige Monate später ist das Jugendgewächs plötzlich wieder ein wichtiger Baustein geworden. Dank einer taktischen Anpassung von Trainer Vítor Bruno entwickelt sich der frühere offensive Mittelfeldspieler zu einem echten Balleroberer.

Sein Pressing legte am vergangenen Donnerstag in Polen den Grundstein für den Führungstreffer gegen Jagiellonia Bialystok. Stroeykens setzte einen Verteidiger unter Druck, dem anschließend ein Fehler unterlief. Mihajlo Cvetkovic nutzte das aus und traf zum 0-1. Anderlecht gewann souverän und hielt damit seine Ambitionen im Europapokal am Leben. Auch Stroeykens selbst feierte einen wichtigen Erfolg.


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Eine neue Chance von Bruno

Für den Mittelfeldspieler ergab sich eine neue Gelegenheit, sich zu beweisen. Nach einem Gespräch mit Vítor Bruno veränderte sich seine Situation Schritt für Schritt. Nach seinem ersten Kurzeinsatz gegen Cercle Brügge durfte er nun dreimal in Folge in der Startelf stehen. Die Leistungen waren zunächst aber wechselhaft. Gegen Dinamo Zagreb hielt er sich solide, aber gegen Beerschot überzeugte er weniger. Sein Auftritt in Polen war jedoch deutlich stärker und macht Hoffnung für die kommenden Wochen.

Harte Arbeit als Grundlage

Stroeykens selbst betont, dass harte Arbeit die Grundlage seines Comebacks bildet. "Ich habe mich auf die Grundlagen konzentriert, hart gearbeitet und versucht, mir meinen Platz in der Mannschaft zu erkämpfen. Wenn der Trainer mir eine Chance gibt, möchte ich sie auch nutzen", sagte er nach dem Europapokalspiel.

Der Abräumer im Mittelfeld

Die wichtigste Veränderung liegt jedoch in seiner Position. Bruno setzt Stroeykens inzwischen als defensiven Mittelfeldspieler ein und das ist eine Rolle, in der sich seine körperlichen Qualitäten und sein technisches Vermögen ergänzen. Er soll nicht nur Bälle erobern und Zweikämpfe gewinnen, sondern auch den Spielaufbau mitgestalten und das Tempo der Partie mitbestimmen und Stroeykens findet sich in dieser Funktion immer besser zurecht.

Der Brüsseler scheute körperliche Zweikämpfe nie. Wo er früher weiter vorne vor allem seine offensiven Impulse einbringen musste, kann er dieselbe Energie nun nutzen, um das Mittelfeld zu kontrollieren.

Damit hat Bruno nicht so sehr einen anderen Spieler aus ihm gemacht, sondern vor allem eine Position gefunden, in der seine Qualitäten besser zur Geltung kommen. Der frühere offensive Mittelfeldspieler ist zu dem Abräumer geworden, den Anderlecht gebraucht hat.

Quelle: © Eigene Quelle