Transferperiode: der Monat der Wahrheit für Renard
SAMSTAG, 10 JANUAR 2026, 16:18 - RSCA Skater
TRANSFERS In Anderlecht verspricht der Januar ein entscheidender Monat zu werden. Seit seiner Ankunft vor fast anderthalb Jahren musste Olivier Renard noch nie eine so strategisch wichtige Transferperiode bewältigen. Zwischen der Notwendigkeit, die Anzahl der Spieler zu reduzieren, heiklen Vertragsangelegenheiten und der Verpflichtung, eine geschwächte Mannschaft zu verstärken, steht der Sportdirektor vor einer gewaltigen Aufgabe.
Anderlecht ist finanziell wieder stabil, aber sie können das Geld nicht mit vollen Händen ausgeben. Die Lohnkosten müssen unter Kontrolle bleiben und der Kader muss verkleinert werden. Das hätte eigentlich schon im vergangenen Sommer geschehen sollen, doch einige überflüssige Spieler fanden keinen neuen Verein. Inzwischen endete die Europapokalsaison schon früher als geplant, wodurch der Kader ohnehin zu groß ist. Für Cedric Hatenboer wurde mit der Ausleihe an Telstar bereits eine Lösung gefunden. Auffällig hingegen ist die Kaufoption, was darauf hindeutet, dass Anderlecht doch nicht mehr so ganz an den Niederländer glaubt. Rits, Flips, Foket und Ashimeru trainieren seit dem Sommer alleine und müssen den Verein verlassen.
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Weiter lesen Auch Verschaeren muss unbedingt verkauft werden. Der Spieler weigerte sich, einen neuen Vertrag zu unterschreiben und in sechs Monaten wäre er ein freier Spieler. Stroeykens muss nicht mehr gehen, da er seinen Vertrag verlängert hat, aber bei einem guten Angebot kann über einen Transfer gesprochen werden. Luis Vázquez darf den Verein ebenfalls verlassen, aber Anderlecht möchte doch etwas von den 4,5 Millionen Euro zurückerhalten, die man damals für den Stürmer ausgegeben hatte. Das wird keine leichte Aufgabe werden, aber sein Weggang wird dennoch als notwendig angesehen, um einen neuen Stürmer verpflichten zu können. Wahrscheinlich wird dieser dann ausgeliehen, um Goto (für die nächste Saison) und Cvetkovic nicht im Weg zu stehen.
Es wird darauf ankommen, ob die Leihverträge von Yasin Özcan und Mihajlo Ilić aufgelöst werden können, da sie bisher zu wenig Einsatzzeit bekommen haben. Möglicherweise wird das dann Platz schaffen, um endgültig einen zusätzlichen Innenverteidiger zu verpflichten. Angesichts der verletzungsanfälligen Defensive ist das eigentlich eine dringende Notwendigkeit.
Die Gerüchteküche wird in den kommenden Wochen jedenfalls kräftig brodeln, aber Vereine kommunizieren selten über Transfers, bevor sie endgültig fix sind. Achtet auf den verschiedenen Webseiten auf Clickbait. Wenn ein "Transfergerücht" zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist das wahrscheinlich auch so. Wir erwarten für diese Transferperiode jedenfalls keine spektakulären Zugänge, sondern höchstens ein oder zwei gezielte Zugänge mit Wachstumspotenzial. Ganz im Einklang mit der Politik, die der Verein seit diesem Sommer verfolgt.