"Bei meiner Familie kann ich einfach Nathan sein"

SONNTAG, 11 JANUAR 2026, 22:29 - RSCA Skater
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INTERVIEWS Nathan De Cat ist eines der größten Talente von Anderlecht, aber er selbst fühlt sich vor allem noch wie ein ganz normaler Teenager. "Manchmal ist es einfach schön, alles loszulassen und Kind zu sein. Wer erwartet, dass Fußball sein ganzes Leben dominiert, der irrt sich. De Cat schaut sich nämlich kaum Spiele an. "Endspiele, ja. Aber ich passe meinen Terminkalender nicht wegen eines Premier League-Spiels an."

Seine Freizeit verbringt er bewusst mit seiner Familie und seiner Freundin. "Auf dem Spielfeld genieße ich den Fußball, aber darüber hinaus möchte ich Ruhe haben. Einfach etwas TV schauen, mit meiner Schwester lachen und meine Eltern ärgern."


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Sein Vater ist streng was den Schlaf und das Essen betrifft "Zurecht", sagte De Cat. "Aber manchmal möchte ich auch mal etwas länger aufbleiben oder etwas anderes essen. Silvester zum Beispiel." Ärger gibt es jedoch nie. "Meine Eltern haben alles für mich getan. Ich höre auf sie."

Schule sorgt für mehr Stress als Fußball

Er bezeichnet die Kombination aus Spitzensport und Schule als anstrengend. Dank einer angepassten Betreuung bleibt es jedoch machbar. "Für Mathematik bin ich noch im Unterricht, den Rest mache ich dann über Hausaufgaben." Wettkämpfe bereiten ihm weniger Stress als die Prüfungen. "Auf jeden Fall. Eine Prüfung finde ich viel spannender." Geschichte ist sein schwierigstes Fach. "Das interessiert mich überhaupt nicht, aber mein Abschluss ist wichtig. Für meine Eltern und die Großeltern."

Zu Hause ist er kein Star

Zu Hause ist er kein Fußballer, sondern einfach nur Nathan. "Mein Opa fragt manchmal, wie das Training war, aber ich denke dann: es geht schon den ganzen Tag über Fußball." Was ihn wirklich beschäftigt? "Ob meine Oma die Spaghettisoße gemacht hat. Die ist ohne Zweifel die beste, die es gibt." Familienfeste findet er übrigens nicht langweilig.

Seine Träume außerhalb des Platzes

Wenn Fußball keine Option gewesen wäre, hätte er einen anderen Weg gewählt. "Dann wäre ich vielleicht Sportlehrer geworden, so wie mein Vater. Das ist ein ruhiger Job denke ich."

Bei der Gala des Goldenen Schuhs wird er in einem neuen Maßanzug erscheinen. Wenn er sich zwischen einem Platz auf dem Podium und dem Titel "Nachwuchsspieler des Jahres" entscheiden müsste, ist er sich sicher: "Nachwuchsspieler des Jahres."

Quelle: © Eigene Quelle