Lardot: "Rote Karte für Kana, aber kein Elfmeter für Gent"
SAMSTAG, 17 JANUAR 2026, 20:27 - RSCA Skater
INTERVIEWS Schiedsrichterboss Jonathan Lardot sprach gestern Abend über die beiden diskussionswürdigen Situationen aus dem Pokalspiel zwischen Anderlecht und AA Gent. Lardot erklärte, dass Marco Kana effektiv eine rote Karte verdiente, dass Gent in der Schlussphase keinen Elfmeter hätte bekommen müssen und dass das Tor zurecht aberkannt wurde.
"Ich hatte eine rote Karte erwartet", sagte Lardot über die Spielsituation mit Kana. "Das war eine klare Möglichkeit für eine Torchance. Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob Coosemans vor Skoras an den Ball gekommen wäre. Auf den Bildern ist übrigens zu sehen, dass der Abstand zwischen Skoras und dem Ball kleiner ist als der zwischen Coosemans und dem Ball. Außerdem befand sich Skoras im Sprint. Die Chance war also groß, dass er zuerst am Ball gewesen wäre."
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Weiter lesen Lardot hatte also einen Platzverweis von Marco Kana erwartet. "Als das nicht geschah, hätte der VAR eingreifen müssen", sagte er.
Die zweite Situation betraf das aberkannte Tor in der Schlussphase. "Zu Recht, denn es war nach den bekannten Kriterien eindeutig ein Handspiel", sagte Lardot. Bei Gent war man der Meinung, dass man für ein Foul von Coosemans einen Elfmeter verdient gehabt hätte, aber dem widersprach Lardot. "Er kommt heraus und macht als Torwart seinen Körper breiter, um den Ball abzufangen. Skoras kommt und läuft auf den Torwart zu. Es gibt einen Kontakt, aber die Frage ist, ob Coosemans eine zusätzliche Bewegung macht und damit ein Foul begeht. Diese zusätzliche Bewegung habe ich aber nicht gesehen. Ich sehe also auch keinen Grund, ein Foul und damit einen Elfmeter zu pfeifen."