
ANDERE Anderlecht hat die Zusammenarbeit mit dem Verteidiger Yasin Özcan nach nur sechs Monaten beendet, weil das Projekt sportlich und finanziell nicht als tragfähig eingestuft wurde. Özcan war auf Leihbasis von Aston Villa gekommen, für eine Summe von 300.000 Euro. Davon wurde nur die Hälfte (150.000 Euro) bezahlt, die restliche Tranche entfiel wegen des vorzeitigen Abbruchs. Anderlecht übernahm zudem sein Jahresgehalt von rund 1 Million Euro. Da Özcan den Verein bereits nach einer halben Saison verließ, sparte der Verein Berichten zufolge etwa 450.000 Euro an Lohnkosten.
Insgesamt kostete sein Aufenthalt Anderlecht schätzungsweise rund 700.000 Euro (etwa 150.000 Euro an Leihgebühr und 550.000 Euro an Lohnkosten), während Özcan kaum zum Einsatz kam. Die Leihvereinbarung enthielt eine Kaufoption von 8 Millionen Euro, die für Anderlecht jedoch finanziell nicht machbar war. Die Ausleihe wurde frühzeitig beendet und Özcan wechselte nach Besiktas. Ob Anderlecht dafür eine finanzielle Entschädigung erhielt, ist nicht bekannt.
Angesichts dieser teuren Konstruktion für einen Leihspieler ist es offensichtlich, dass gegen Ende des Sommertransferperiode Panik beim Trainerstab ausgebrochen war. Ein Jahresgehalt von 1 Million Euro für einen Leihspieler mit unrealistischer Kaufoption zu zahlen, ist schlichtweg unsinnig. Hinzu kommt, dass der junge Türke in der Meisterschaft lediglich 132 Minuten zum Einsatz kam (plus 64 Minuten in Europa). Zu diesem Schluss kam der Verein also auch sechs Monate später. Sein Marktwert ist inzwischen auf 5 Millionen Euro gesunken.
Quelle: © Eigene Quelle