Bertaccini: "Der Trainer kann nichts daran ändern"
MONTAG, 2 FEBRUAR 2026, 20:52 - RSCA Skater
INTERVIEWS Nach der Niederlage gegen Standard nahm Adriano Bertaccini kein Blatt vor dem Mund. Der Stürmer war sichtlich frustriert, vor allem weil Anderlecht es sich wieder selbst zuzuschreiben hatte. "Wenn ich meine Chancen genutzt hätte, hätte das Spiel ganz anders ausgesehen", sagte er selbstkritisch. "Wir können uns Woche für Woche genügend Chancen herausspielen, aber wir belohnen uns nicht dafür. Das ist sehr ärgerlich."
Bertaccini wies vor allem auf die strukturelle Ineffizienz hin. "Wir erzielen zu wenige Tore aus dem Spiel heraus. Oft brauchen wir einen Elfmeter oder etwas Glück, um treffen zu können. Wenn man Ambitionen hat und um Trophäen spielen möchte, dann muss man einfach effizienter sein."
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Weiter lesen Mit mageren 2 von 15 Punkten ist die Situation beim Rekordmeister alarmierend. Dennoch wollte Bertaccini die Verantwortung nicht auf die Bank abwälzen. Im Gegenteil. "Der Trainer steht nicht auf dem Spielfeld. Wir sind es, die Chancen vergeben und in den Zweikämpfen zu schwach sind. Er versucht jede Woche, die richtige Mannschaft aufzustellen."
Auch über die Halbzeitansprache von Besnik Hasi äußerte sich Bertaccini klar. "Er hat ausführlich erklärt, was besser laufen muss. Aber wenn man dann direkt nach der Pause erneut einen Gegentreffer kassiert, dann liegt das nicht am Trainer. Selbst jemand wie Guardiola kann das nicht lösen, wenn die Spieler ihre Aufgaben nicht erfüllen."
Mit Blick auf das Pokalspiel gegen Antwerp hofft der Stürmer vor allem auf Selbstreflexion. "Jeder muss sich selbst hinterfragen. Nur so können wir aus dieser negativen Spirale herauskommen."