Prozess um den Verkauf von Anderlecht: mehrere Millionenforderungen
MITTWOCH, 11 FEBRUAR 2026, 22:46 - RSCA Skater
ANDERE Am Donnerstag, den 12. und am Freitag, den 13. Februar verhandelt das Gericht die Akte rund um den Verkauf des RSC Anderlecht. In diesem Verfahren stehen mehrere finanzielle Forderungen im Mittelpunkt, darunter von Vereinseigentümer Marc Coucke, vom Spielerberater Christophe Henrotay und vom ehemaligen Manager Herman Van Holsbeeck.
Marc Coucke fordert gemeinsam mit Anderlecht insgesamt 8 Millionen Euro zurück. Er bestreitet einen rückdatierten Vertrag aus dem Jahr 2017, wonach der Spielerberater Christophe Henrotay eine Provision von 2 Millionen Euro erhalten haben soll. Zudem fordert er 3 Millionen Euro zurück, die der Verein 2019 nach einem Vergleich über offene Rechnungen bereits an Henrotay gezahlt hatte.
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Weiter lesen Auch Anderlecht fordert dieselben 3 Millionen Euro zurück, wobei unklar ist, ob sowohl der Verein als auch Coucke Anspruch darauf haben können.
Christophe Henrotay wiederum behauptet, Anderlecht schulde ihm noch 4 Millionen Euro aus einer Vereinbarung über 7 Millionen Euro, von denen bisher nur 3 Millionen Euro bezahlt worden seien. Sein Anwalt betonte, Coucke habe keinen Schaden erlitten.
Herman Van Holsbeeck, der frühere Manager des Vereins, fordert nach seiner Entlassung 1,7 Millionen Euro von Anderlecht, unter anderem für rückständige Entschädigungen und einen zugesagten Bonus.
Der ehemalige CEO Jo Van Biesbroeck erhebt keine finanziellen Forderungen in der Sache und versucht vor allem, mögliche Schadensersatzansprüche gegen ihn abzuwehren.
Das Gericht muss nun entscheiden, wer letztlich Anspruch auf die Millionenbeträge hat.