Future Cup: Jugend gibt dem Verein neue Hoffnung

FREITAG, 10 APRIL 2026, 12:23 - RSCA Skater
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JUGEND - INTERVIEWS Ein willkommener Erfolg für den RSC Anderlecht: die U17-Mannschaft hat am vergangenen Wochenende den prestigeträchtigen Future Cup gewinnen können. Im Finale besiegte man eindrucksvoll den spanischen Topklub Real Madrid. Laut Chief Sports Tim Borguet ist eines klar: "Die Wiederbelebung von Anderlecht wird aus Neerpede kommen."

Obwohl die erste Mannschaft am vergangenen Montag auf dem Feld von Club Brügge eine 4-2-Niederlage einstecken musste, konnte Anderlecht an diesem Tag auch für positive Nachrichten sorgen. In Amsterdam krönte sich nämlich die U17-Generation zum Sieger eines der renommiertesten Jugendturniere Europas.


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Die junge Mannschaft beeindruckte in der Gruppenphase mit Siegen gegen Olympique Lyon (6-2), Bayer Leverkusen (2-0) und Real Madrid (2-1). Anschließend schalteten sie mit Future United, eine Mannschaft mit Spielern von Partnernvereinen von Ajax Amsterdem, im Halbfinale mit 4-1 aus, um im Endspiel erneut Real Madrid zu besiegen (2-0). Stürmer Rami Lougmani wurde später zum besten Spieler des Turniers gekürt. Auffällig: Er erhielt seine Auszeichnung aus den Händen des früheren Anderlecht-Talents Rayane Bounida, der inzwischen für Ajax Amsterdam spielt.

Dieser Turniersieg ist ein wichtiges Lebenszeichen für den Verein und unterstreicht auch die Bedeutung der Nachwuchsarbeit in Neerpede.

Starker Jahrgang

Tim Borguet betonte, dass dieser Erfolg kein Zufall ist. Er sprach von einem großen symbolischem Wert und lobte die Leistung von Trainer Jelle Coen und seinem Stab. Trotz der zunehmenden Konkurrenz in Belgien verfüge Anderlecht über die stärksten Jahrgänge 2009, 2010 und 2011. Zudem stünden alle Jugendteams von U13 bis U18 aktuell in den Top-3 ihrer Ligen.

Gleichzeitig bleibt es eine Herausforderung, die großen Talente in Brüssel zu halten. Spieler wie Rayane Bounida, Julien Duranville und Jérémy Doku verließen den Verein bereits in jungen Jahren. Und auch der Abschied von Nathan De Cat scheint nur schwer vermeidbar zu sein.

Borguet weist auf strukturelle Probleme hin: Spieler können bereits mit 15 Jahren einen Vertrag unterschreiben und die U23-Meisterschaft in der Challenger Pro League sei zwar ein Schritt nach vorn, reiche aber nicht aus. Das belgische Fußballsystem müsse hier insgesamt Lösungen finden. Anderlecht arbeite intern an klaren Entwicklungsplänen, um Jugendliche von einem Verbleib zu überzeugen.

Klarer Weg in die erste Mannschaft

Der Weg in die erste Mannschaft ist bei Anderlecht klar geregelt: Junge Spieler müssen sich zunächst bei den RSCA Futures beweisen. Rund zwanzig Einsätze in der Challenger Pro League gelten als Richtwert, bevor der Sprung in die erste Elf gelingt. So debütierte kürzlich der 16-jährige Joshua Nga Kana. Und auch Alexander De Ridder und Jayden Onia-Seke scheinen bald eine Chance erhalten zu können.

Internationaler Blick

Neben dem eigenen Nachwuchs schaut Anderlecht auch über die Grenzen hinaus. Der Verein prüft aktuell nämlich eine Zusammenarbeit mit dem Institut Diambars aus dem Senegal, einer angesehenen Ausbildungsstätte in Westafrika. Spieler wie Cheikh Dieng und Omar Sarr, beide Absolventen dieser Akademie, zeigen aktuelle starke Leistungen im Verein.

Hoffnung für die Zukunft

Trotz der Schwierigkeiten bei der ersten Mannschaft läuft die Nachwuchsarbeit auf Hochtouren. Für Borguet liegt dort auch der Schlüssel zum Erfolg: "Die Wiederbelebung von Anderlecht wird über Neerpede verlaufen."

Die Botschaft ist klar: Anderlecht setzt voll auf seine Jugend, um wieder an vergangene Erfolge anknüpfen zu können.

Quelle: © Eigene Quelle