SPIELE Am Ende des Trainingslagers in Tubize bestritt Anderlecht gestern ein Testspiel gegen den niederländischen Verein NEC Nijmegen. NEC landete in der vergangenen Saison auf dem dritten Platz und war deswegen ein ernstzunehmender Gegner. Anderlecht feierte dank der Treffer von Sikan, Onia-Seke und Llansana einen 3-2-Sieg. Genau wie im letzten Spiel ließ der neue Trainer Vitor Bruno seine Mannschaft ausgiebig rotieren, indem er in der zweiten Halbzeit nach und nach alle zehn Feldspieler auswechselte.
NEC begann mit viel Intensität und hohem Pressing, doch der Rekordmeister kam gut aus den Startblöcken und ging bereits nach zwei Minuten durch Sikan in Führung. Nach einem Doppelpass mit Kana tauchte Onia-Seke auf dem linken Flügel in guter Position auf. Er schlug eine präzise Flanke zum Mittelstürmer, der den Ball ins Tor abfälschte: 1-0.
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Weiter lesen Anderlecht war bis zur ersten Viertelstunde gut im Spiel, bevor zwei Abwehrfehler die Partie zugunsten der Gäste kippen ließen. Zunächst sorgte ein Missverständnis zwischen Coosemans und Kana dafür, dass NEC ausgleichen konnte: 1-1.
Kurz darauf fing man einen ungenauen Pass von Maamar ab, woraufhin sich ein Niederländer allein vor Coosemans wiederfand und ihn im Nachschuss bezwang: 1-2. Danach tat sich Anderlecht in der ersten Hälfte gegen einen bereits sehr griffig wirkenden Gegner schwer. Anderlecht kam nur selten in den Strafraum und hatte Probleme mit dem hohen Pressing.
Durch die vielen Wechsel auf niederländischer Seite bekam Anderlecht die zweite Hälfte besser unter Kontrolle. Während Coosemans vor der Pause trotz der spielbestimmenden Gäste nur einmal eingreifen musste, blieb er nach dem Seitenwechsel praktisch beschäftigungslos. Anderlecht spielte nach der Pause besser, war gefährlicher als vor dem Seitenwechsel und brachte die Gästeabwehr mehrmals in Bedrängnis. Diese stärkere Phase schlug sich auch in zwei Toren nieder, die letztendlich noch den Sieg brachten.
Kaum hatte die zweite Hälfte begonnen, stellte Onia-Seke bereits den Ausgleich her. Nach einer Aktion von Biancone verlängerte Bethune am zweiten Pfosten zum Flügelspieler, der mit links abschloss: 2-2. In der Schlussphase landete der Ball noch bei Llansana, der nicht lange fackelte und trocken zum 3-2 einschob.
In der zweiten Hälfte kam auch der tschechische Mittelfeldspieler Ambros zum Einsatz. Der Neuzugang konnte dem Spiel von Anderlecht allerdings noch keinen Stempel aufdrücken. Mit den Startelfeinsätzen von Nga Kana und Onia-Seke (beide 17) war die Anfangsformation ohnehin schon sehr jung. Nach der Pause wurde sie durch die Einwechslungen von Kalonji (17), Cvetkovic (19), Vroninks (19), Ojea (17) und Barry (20) noch weiter verjüngt.