Anderlecht hat noch eine Woche, um für Europa bereit zu sein
SAMSTAG, 18 JULI 2026, 00:07 - RSCA Skater
ANDERE Noch vor dem Supercup und wenige Tage nach dem WM-Finale beginnt für Anderlecht bereits die neue Saison. In einer Woche bestreitet der Rekordmeister nämlich gemeinsam mit AA Gent als erster belgischer Verein das Europapokalspiel gegen Hammarby. Die Aufgabe ist klar: Eine neue Enttäuschung wie im vergangenen Jahr gegen Häcken muss um jeden Preis vermieden werden.
Eine einfache Aufgabe wird das jedoch nicht werden. Hammarby beendete die vergangene Saison in Schweden auf dem zweiten Platz und verlor erst im Pokalfinale. Zudem ist die schwedische Liga bereits seit dreizehn Spieltagen im Gange, sodass der Gegner über die nötige Spielpraxis verfügt. Aktuell belegt der Verein den zweiten Tabellenplatz in der Allsvenskan.
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Weiter lesen Die Vorbereitung von Anderlecht hat inzwischen eine positive Entwicklung genommen. Nach einem farblosen Remis gegen das französische Boulogne und einem mühsamen Sieg gegen NEC holte sich das Team von Vitor Bruno mit einem tollen Sieg gegen AZ Alkmaar neues Selbstvertrauen. Der neue Trainer möchte seiner Mannschaft mit einem energischen Spielstil seinen Stempel aufdrücken und scheint sich für ein 4-2-3-1-System zu entscheiden, in dem ein hohes Pressing eine wichtige Rolle spielen wird.
Dennoch bleibt die Lage alles andere als ideal. Mehrere Leistungsträger haben den Verein in diesem Sommer bereits verlassen. Nathan De Cat wechselte nach Deutschland, während Thorgan Hazard und Yari Verschaeren nach Ablauf ihrer Verträge gingen. Auch Moussa Diarra kehrte nach seiner Ausleihe nicht zurück.
Hinzu kommen bei Anderlecht mehrere Defensivprobleme. Ilay Camara und Lucas Hey fallen aktuell verletzungsbedingt aus, während Killian Sardella sich von Muskelproblemen erholt und Moussa Ndiaye bei Schalke 04 im Fokus steht. Nathan Saliba und César Huerta werden nach ihren Länderspieleinsätzen erst in den kommenden Tagen wieder zur Mannschaft stoßen.
Die neuen Verteidiger Giulian Biancone und Léo Pétrot dürften damit im Europapokalduell sofort eine Schlüsselrolle übernehmen. Ludwig Augustinsson wird auf der linken Seite erwartet, während Ali Maamar und Basile Vroninks um einen Platz auf der rechten Seite kämpfen.
Im Mittelfeld scheint Marco Kana einen Stammplatz sicher zu haben. Für die übrigen Positionen gelten Enric Llansana, Mario Stroeykens und Neuzugang Lukas Ambros als die wichtigsten Kandidaten. Der Tscheche muss allerdings noch beweisen, dass er sich nach seinem Wechsel aus Polen rasch anpassen kann. Cedric Hatenboer fehlt vorerst noch, nachdem er sich einen Nasenbruch zugezogen hat.
Die größten Sorgen liegen allerdings auf den Flügeln. Anderlecht verfügt nach den Millioneneinnahmen aus den Transfers von Nathan De Cat, Keisuke Goto, Jan-Carlo Simic und Nilson Angulo über ausreichend finanzielle Mittel, wartet aber weiterhin auf zusätzliche Verstärkung. Sportdirektor Antoine Sibierski hat bereits ein Angebot für den rumänischen Flügelstürmer Stefan Baiaram abgegeben, doch ein Transfer dürfte vorerst schwierig bleiben, solange Craiova noch im Europapokal vertreten ist.
Während der Vorbereitung gab Vitor Bruno zudem mehreren Talenten eine Chance. Nga Kana, Onia Seke und Noa Ojea konnten sich zeigen, doch es ist noch unklar, ob einer von ihnen bereits nächste Woche in der Startelf stehen wird. Auch erfahrene Kräfte wie Tristan Degreef, Adriano Bertaccini und Mihajlo Cvetkovic bleiben in der Offensive Optionen, während Danylo Sikan aktuellt die besten Karten für die Mittelstürmerposition zu haben scheint.
Anderlecht hat inzwischen seine Spielerliste für das Hin- und Rückspiel gegen Hammarby eingereicht. Bis Mittwochabend kann der Verein noch maximal zwei neue Namen hinzufügen. Die Fans hoffen jedenfalls, dass diese Möglichkeit auch tatsächlich genutzt wird.