INTERVIEWS Die Europapokalsaison von Anderlecht beginnt heute Abend direkt mit einem interessanten Spiel. Im Lotto Park wird nämlich Olympique Lyon zu Gast sein. Für Léo Pétrot wird diese Partie auch etwas Besonderes sein. Der französische Verteidiger hat eine Vergangenheit bei Saint-Étienne, dem großen Rivalen von Lyon. Trotzdem möchte sich der 29-jährige von dieser historischen Rivalität nicht mitreißen lassen.
"Gegen Lyon zu spielen ist für mich immer etwas Besonderes", gab Pétrot zu. "Aber ich spiele jetzt für Anderlecht. Diese Rivalität spielt also keine Rolle mehr. Alles dreht sich um das Spiel am Mittwoch."
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Weiter lesen Und Pétrot traut seiner Mannschaft durchaus etwas zu. Er erkennt die Qualitäten von Lyon an, weigert sich aber, den Rekordmeister im Vornherein als Außenseiter abzustempeln. "Lyon hat individuell und als Team viele Qualitäten, aber wir haben die auch. Ich bin nach Anderlecht gekommen, um Europapokalspiele zu bestreiten. Genau dafür bin ich hier."
Openda sorgt für Gefahr
Bei Lyon läuft unter anderem Loïs Openda auf. Der belgische Stürmer hat in dieser Saison bereits zweimal getroffen und könnte am Mittwoch Pétrot direkt gegenüberstehen.
"Er ist ein ausgezeichneter Spieler und hat seine Qualitäten schon oft unter Beweis gestellt", sagte Pétrot. "Gegen einen Angreifer dieses Kalibers muss man als Mannschaft verteidigen. Wir werden 90 Minuten lang konzentriert bleiben müssen."
Ein neuer Test für Pétrot
Pétrot kam im Sommer nach seinem Transfer vom spanischen Elche zum Lotto Park. Unter Trainer Vitor Bruno entwickelte er sich rasch zum Stammspieler. Aufgrund der Verletzung von Giulian Biancone, der am Freitag gegen den KV Mechelen ausgefallen ist, könnte seine Rolle in der Defensive nun noch mehr Gewicht bekommen.
Dennoch blickt Pétrot vor allem nach vorne. "Ich fühle mich bei Anderlecht sehr wohl. Die Spiele folgen schnell aufeinander, aber dafür spielt man Fußball. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, auch in Europa."