Boucaut: "Unverständlich, dass der VAR nicht interveniert hat"

SAMSTAG, 19 SEPTEMBER 2026, 14:08 - RSCA Skater
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INTERVIEWS Bei der Europa-League-Partie am Mittwoch zwischen Anderlecht und Lyon sorgte eine Szene in der 84. Minute im Lotto Park für Empörung. Clinton Mata versetzte Mihajlo Cvetkovic im Strafraum einen klaren und keineswegs sanften Stoß. Der Schiedsrichter hatte nichts gesehen, und auch der VAR sah keinen Grund einzugreifen, sodass das Foul des Lyon-Spielers ungeahndet blieb.

Dabei waren die Voraussetzungen für einen Elfmeter und einen Platzverweis eigentlich eindeutig erfüllt. Die Schiedsrichter ließen die Aktion komplett durchgehen, was insofern nachvollziehbar ist, als das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits auf der anderen Spielfeldhälfte lief. Die drei Unparteiischen hatten ihren Blick also folgerichtig woanders.


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Fragen wirft allerdings die Passivität des VAR auf, der über genügend Kameras verfügt, um kein einziges Ereignis im Strafraum zu verpassen, und der nach Sichtung der Bilder offenbar keinen Anlass sah, den Hauptschiedsrichter zur strittigen Szene zu schicken. Das Schweigen des VAR überraschte viele im Stadion – eine Verwunderung, die auch Alexandre Boucaut, ehemaliger Schiedsrichter, teilt.

Für Boucaut ist in La Dernière Heure klar, dass es sich um einen Fehler des VAR handelt. Zwar gibt es von Cvetkovic eine kleine Provokation, doch dieser tut anschließend nicht viel. Ganz anders Mata, der sich überhaupt nicht um den Ball kümmert, denn der ist nicht einmal in der Nähe. Der frühere Brügge-Verteidiger stößt zunächst einmal zu und dann noch einmal, deutlich heftiger. Auf dieser Grundlage hätte die Entscheidung laut Boucaut zwingend ein Elfmeter sein müssen. Die UEFA-Richtlinien, die keine übermäßige Einmischung des VAR wollen, sehen vor, dass nur klare Fehlentscheidungen korrigiert werden sollen. Dass es in diesem Fall keine Reaktion gab, ist für Boucaut jedoch unverständlich und nicht zu erklären, da es sich seiner Ansicht nach sehr wohl um einen groben Fehler handelte.

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