Rie Meert spielt sein erstes Länderspiel

MITTWOCH, 24 DEZEMBER 2025, 14:30 - Newssystem
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FLASHBACK Das erste Länderspiel der Nachkriegszeit vom gerade befreiten Frankreich war ein Spiel gegen Belgien. Es fand am 24. Dezember 1944 unter primitiven Bedingungen statt.

Für Henri Meert von Anderlecht war es seine erste Nominierung für die Nationalmannschaft. Insgesamt sollte er 33 Einsätze (bei 48 Nominierungen) sammeln und sich 1957 als Nationalspieler zurückziehen.


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Rie Meert war ein gebürtiger und lebenslanger Brüsseler. Er spielte sein ganzes Leben für Anderlecht. Bereits mit 8 Jahren kam er zum Rekordmeister. Wir sprechen hier vom Jahr 1928. In der Jugend spielte er eine Hälfte als Stürmer und eine Hälfte als Torwart. Meistens lief das sehr gut, doch gegen Union kassierte er einmal zwanzig Gegentore. Seine Technik hatte er vom britischen Trainer Ernest Smith gelernt, der ihm sehr genau beibrachte, wie man aus dem Tor herauskommen musste. Meistens konnte er seine Mitspieler mit einem weiten Abschlag geschickt bedienen, doch gegen Lierse unterlief ihm einmal ein Fehler, als er den Ball einfach über das ganze Spielfeld schoss – direkt in den Garten des Nachbarn, der den Ball daraufhin nicht zurückgeben wollte.

Wie dem auch sei, Torwart zu sein lag ihm sehr und 1942 gab er endlich sein Debüt in der ersten Mannschaft von Anderlecht, nachdem er fünf Jahre lang Ersatztorwart gewesen war. Er absolvierte insgesamt 18 Saisons für Anderlecht. In dieser Zeit konnte er einige Titel zu seiner Erfolgsbilanz hinzufügen. Er überschritt die Marke von 325 Spielen und hörte erst auf, als er 39 Jahre alt war.

So erlebte er auch noch eins der ersten Europapokalspiele von Anderlecht (nicht das allererste, da war er verletzt): gegen die Glasgow Rangers. Es wurde kein Erfolg und schon früh im Spiel prallte Meert mit einem schottischen Stürmer zusammen. Er spielte danach einfach weiter, erlitt jedoch eine Gehirnerschütterung, die ihn zwei Tage in einem britischen Krankenhaus hielt.

Meert absolvierte auch viele Freundschaftsspiele auf der ganzen Welt. Seine beste Leistung war vielleicht der 3-2-Sieg gegen den englischen Meister Arsenal. Aber er bestritt auch Testspiele mit Anderlecht zum Beispiel im Kongo und Brasilien.

Neben seiner Fußballkarriere war er übrigens auch professioneller Schlagballspieler, was ihm bei seinem Stellungsspiel half.

Der stets fröhliche Meert verstarb im Jahr 2006 und betrieb nach seiner Fußballkarriere jahrelang ein Café neben dem Stadion. Georges Caelenberg, ein ehemaliger Anderlecht-Spieler, zapfte dort auch dort. Trainer war er nur kurz: Er rettete Lierse einmal vor dem Abstieg und trainierte auch mal kurz die belgische Torwart-Legende Jean-Marie Pfaff.

Quelle: © Eigene Quelle


In einem Flashback-Artikel blicken wir zurück auf ein wichtiges Ereignis für den Verein oder einen Ex-Spieler.