Anderlecht schließt das Jahr mit einer Niederlage ab

FREITAG, 26 DEZEMBER 2025, 23:37 - RSCA Skater
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SPIELE Anderlecht hat während der Winterpause viel Stoff zum Nachdenken. Der Rekordmeister verlor mit 1-2 gegen Charleroi, das fußballerisch die bessere Mannschaft war. Anderlecht agierte schwach und konnte nur durch einen Elfmeter von Hazard nach 24 Minuten einen Treffer erzielen. Da stand es jedoch bereits 0-2. Anderlecht hatte in der zweiten Halbzeit nicht einmal eine nennenswerte Chance und muss die Top-3 ziehen lassen.

Was bringen einem zwei Siege gegen Club Brügge und Union, wenn man zweimal gegen Charleroi verliert? Die Heimstärke war ein Fundament, worauf man etwas aufbauen konnte, aber wenn das auch noch wegfällt, dann könnte der weitere Verlauf der Meisterschaft vielleicht doch nicht so positiv aussehen. Die Verletzungen fordern ihren Tribut, die Top-3 entfernt sich immer weiter und angesichts des schwierigen Programms nach der Winterpause muss man sich fragen, worauf der Rekordmeister in der regulären Meisterschaft noch hoffen kann. Wenn keine gezielten Verstärkungen geholt werden, scheint die Teilnahme an den Champions' Play-Offs aktuell das Maximum zu sein. Die Niederlagen von Standard und Racing Genk sind in dieser Hinsicht jedoch eine gute Sache. Das erste Spiel nach der Winterpause im Croky Cup wird also noch wichtiger, als es ohnehin schon war.


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Anderlecht startete wie schon öfter in den vergangenen Wochen zu schwach in das Spiel. Die Spieler schlichen schlafwandelnd über das Spielfeld und Charleroi war bei jedem Angriff gefährlich. Nach einer Viertelstunde kamen die Gäste in Führung und das nach einer Phase, in der sie viel Zeit und zu viel Freiräume erhielten.

Nachdem Fans von Anderlecht Becher auf die Spieler von Charleroi geworfen hatten, unterbrach Schiedsrichter Van Driessche die Partie für eine Viertelstunde. Die unerwartete Pause inspirierte und motivierte Anderlecht jedoch nicht, denn Guiagon konnte danach das 0-2 erzielen. Coosemans sah bei diesem Gegentreffer nicht gut aus und griff am Ball vorbei.

Genau wie am vergangenen Wochenende stand Anderlecht also mit 0-2 in Rückstand und genau wie am vergangenen Wochenende verkürzte Hazard nach einem Foul gegen Bertaccini mit einem verwandelten Elfmeter auf 1-2. Trotz dieses Treffers und der neuen Hoffnung konnte sich Anderlecht keine nennenswerten Chancen herausspielen. Charleroi erhielt öfter sehr viele Freiräume und erst in der letzten Viertelstunde kam Anderlecht etwas besser ins Spiel, allerdings ohne wirklich gefährlich zu sein.

Anderlecht versuchte den Druck nach der Pause etwas zu erhöhen, aber aufgrund des langsamen Tempos und des fahrlässigen Spiels brachte das jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Cvetkovic hatte in der 52. Minute eine gute Kopfballchance, aber Torwart Delavallée war zur Stelle. Fünf Minuten später hielt der VAR Anderlecht noch im Spiel, als ein dritter Treffer von Charleroi aufgrund einer knappen Abseitsposition aberkannt wurde.

Anderlecht blieb fußballerisch unterdurchschnittlich. In der letzten halben Stunde gelang es Anderlecht nicht einmal, eine Torchance herauszuspielen, geschweige denn Charleroi unter Druck zu setzen. Selbst in der langen Nachspielzeit gab es nur einen Kopfball von Vázquez, der Charleroi aber nicht verunsichern konnte.

Ohne 100%igen Einsatz und Konzentration bleibt von diesem Anderlecht nicht viel übrig. Wenn Anderlecht nicht in Topform ist, kann man gegen jeden Verein aus der Jupiler Pro League verlieren.

Ergebnis: 1-2
Tore: 12' Camara (0-1), 16' Guiagon (0-2), 24' Hazard (pen. 1-2)

Anderlecht: Coosemans, Maamar (88' Vázquez), Sardella, Hey, Ndiaye, De Cat, Saliba (64' Verschaeren), Hazard, Bertaccini (75' Kanaté), Angulo, Cvetkovic (64' Degreef)

Charleroi: Delavallée, Blum, Ousou, Camara, Titraoui, Gaudin (75' Nzita), Keita, Guiagon (90'+4 Chikovani), Pflücke (75' Romsaas), Bernier (67' Van Den Kerkhof), Scheidler (75' Colassin)

Gelbe Karten: 25' Hey, 38' Camara, 44' Bernier, 77' Blum, 90'+2 Titraoui
Rote Karten: /

Schiedsrichter: Bram Van Driessche
Stadion: Lotto Park

Quelle: © Eigene Quelle