Beuker: Eine Innovation oder Unruhe für Anderlecht?

FREITAG, 27 FEBRUAR 2026, 16:02 - RSCA Skater
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ANDERE Mit 41 Jahren zeichnet sich der Niederländer Marijn Beuker als einer der bemerkenswertesten Akteure im modernen Fußball aus. Geprägt in Amsterdam, mit Stationen beim Barça Innovation Hub und der Johan Cruyff University, baute er seinen Ruf auf einer klaren Überzeugung auf: Der Fußball muss sich weiterentwickeln, und zwar schnell. Bekannt wurde er vor allem durch seine vierzehn Jahre bei AZ Alkmaar, wo er maßgeblich an der Transformation der Nachwuchsabteilung beteiligt war – mit einem Ansatz, der Datenanalyse, Trainingsmethodik und individuelle Entwicklung verband.

2021 überraschte er mit einem Wechsel zu Queen's Park, wo er einen Zehnjahresvertrag und freie Hand erhielt, um einen historischen, aber veralteten Klub zu modernisieren. Zwei Jahre später holte ihn Louis van Gaal auf Empfehlung zu Ajax, das sich damals in einer sportlichen und strukturellen Krise befand. Seine Zeit in Amsterdam blieb nicht unbemerkt: Mitarbeitende beschreiben ihn als Visionär, aber unnachgiebig. Er führte eine extreme Zentralisierung von Daten über die Software Soccerlab ein. Dieser Drang zur strukturellen Durchdringung – bis hin zu medizinischen Daten – sorgte für Spannungen mit Ärzten und Physiotherapeuten; es folgte eine Welle von Abgängen und internen Beschwerden. Gleichzeitig wird Beuker für seine Fähigkeit geschätzt, eine kohärente Philosophie durchzusetzen – etwas, das Anderlecht derzeit durchaus fehlt.


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Robin Veldman, der Erfahrungen bei Anderlecht und Queen's Park hat, hebt besonders Beukers Beitrag hervor, ein Spielsystem, ein Ausbildungsmodell und ein integriertes Scouting-System zu gestalten. Beuker sieht sich selbst als Erbauer, überzeugt davon, dass sich der Fußball über Wissenschaft, Zusammenarbeit und Ausbildung neu erfinden muss. In Neerpede weckt sein Profil daher Neugier: Anderlecht sucht seit Jahren nach einer nachhaltigen sportlichen Linie, nach einer Reihe von Sportdirektoren und gescheiterten Projekten.

Seine Führungsart, die manche als rigide bezeichnen, wirft jedoch Fragen auf. Marijn Beuker wäre zweifellos eine mutige Wahl, zugleich aber auch ein riskanter Schritt. Anderlecht muss nun abwägen, ob sein Profil wirklich zur Kultur passt, die der Klub etablieren will.

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