"Ich muss vor allem konstanter werden"

SONNTAG, 11 JANUAR 2026, 21:51 - RSCA Skater
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INTERVIEWS Nathan De Cat steht am Anfang einer wahrscheinlich vielversprechenden Karriere. Das Talent von Anderlecht wurde im Rahmen der Gala des Goldenen Schuhs zum Nachwuchsspieler des Jahres nominiert, erhielt bereits seine erste FIFA-Karte und wird bereits mit großen Mittelfeldspieler aus der Vergangenheit verglichen. Er selbst bleibt jedoch bescheiden. "Ich weiß vor allem, dass ich noch viele Spiele nötig habe."

Im Wintertrainingslager im spanischen Jerez hat De Cat in Ruhe weitergearbeitet. Auf dem Spielfeld wirkt er erwachsen, aber außerhalb des Platzes muss er sich noch etwas finden. "Es ist manchmal seltsam, wie schnell alles geht", gab er zu. "Ich versuche jedoch nicht zu viel darüber nachzudenken."


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Vom Flügelstürmer zum Mittelfeldspieler

Als junger Junge sah sich De Cat noch als Flügelspieler. Sein großes Vorbild war Lionel Messi. "Ich dachte wirklich, dass ich irgendwann mal auf dem Flügel spielen würde, da ich damals für mein Alter ziemlich schnell war." Später änderte sich jedoch seine Position. "Andere Spieler waren einfach schneller geworden und mein Spiel hatte sich verändert."

Vergleiche mit Steven Gerrard oder Frank Lampard, die Hein Vanhaezebrouck bereits gemacht hat, lassen ihn kalt. "Ich betrachte das als Kompliment, aber ich habe sie nie spielen gesehen. Ich möchte vor allem mein eigener Spieler sein."

Ausbildung mit dem Fokus auf die Technik

De Cat begann seine Karriere bei Elewijt und dem KV Mechelen, aber ein entscheidender Schritt in seiner Entwicklung setzte er in der Fußballschule Act2Prevent. "Dort lag der Fokus auf das Training und nicht auf die Spiele. Viel Technik, jonglieren, manchmal sogar barfuß."

Und diese Herangehensweise trug Früchte. Mehrere seiner Teamkollegen konnten später zu einem Profiverein gehen. "Aber irgendwann muss man einfach zu einem echten Verein wechseln."

FIFA, Zahlen und Selbstkritik

Seine erste FIFA-Karte (überall 63) betrachtet De Cat mit einer gesunden Selbsteinschätzung. "Das ist gerechtfertigt. Meine 'Shotrating' ist niedrig und das stimmt auch. Ich muss häufiger in den Strafraum kommen und effizienter sein."

Er stellt gerne eine Traumelf zusammen, auch wenn vorerst kein Platz für ihn selbst dabei ist. "Hoffentlich nächstes Jahr."

Zukunftspläne und WM-Traum

Am 19. Juli wird er 18 Jahre alt. An dem Tag findet auch das WM-Finale statt. Ob er davon träumt? "Das wäre schön, aber ich bin realistisch. Es gibt sehr viel Konkurrenz. Ich muss zuerst noch konstanter werden."

Einen Transfer ins Ausland schließt er nicht aus, aber er möchte nichts überstürzen. "Man weiß erst danach, ob es der richtige Schritt war. Aktuell konzentriere ich mich auf Anderlecht. Alles, was danach folgen wird, sehen wir dann."

Quelle: © Eigene Quelle