Marc Coucke über die Krise bei Anderlecht

DIENSTAG, 10 FEBRUAR 2026, 18:40 - RSCA Skater
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INTERVIEWS Marc Coucke hat in der Play4-Sendung "De Tafel van Gert" das Schweigen über die anhaltende Krise beim RSC Anderlecht gebrochen. Der Eigentümer des Vereins verteidigte die neue Führungsstruktur unter Michael Verschueren und Kenneth Bornauw, räumte jedoch gleichzeitig ein, dass die sportliche Misere tiefe Spuren hinterlassen habe.

Laut Coucke war die Trennung sowohl von Trainer Besnik Hasi als auch von Sportdirektor Olivier Renard unvermeidlich, da sie nicht mehr in die langfristige Strategie des Vereins passten. Bemerkenswerterweise hat sich Anderlecht nun dafür entschieden, zunächst einen neuen Cheftrainer zu ernennen und erst danach die Position des Sportdirektors zu besetzen. Obwohl diese Reihenfolge der Logik widerspricht, bezeichnet Coucke die aktuelle Situation als zwingend.


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Er betonte jedoch, dass die Messlatte beim Rekordmeister niemals niedriger liegen darf. Während das Pokalfinale in der vergangenen Saison noch als Erfolg gewertet wurde, stellte Coucke nun klar, dass letztendlich nichts übrig bleibt, wenn man mit leeren Händen dasteht. Das bevorstehende Pokalspiel gegen Antwerp ist für ihn daher der Moment der Wahrheit: Er erwartet eine deutliche Reaktion von einer Mannschaft, die seiner Meinung nach seit Jahren nicht mehr die richtige Balance gefunden hat.

Mit einer gewissen Wehmut blickte Coucke auf den Weggang von Vincent Kompany zurück. Nach Ansicht des Vereinseigentümers wurde dieses Projekt aufgrund mangelnder Geduld innerhalb des Vereins zu früh abgebrochen. Die Siegermentalität und die Vision von Kompany hätten laut Coucke zu einer ganz anderen Realität führen können, wenn man ihm Zeit gegeben hätte. Über eine mögliche Rückkehr von Romelu Lukaku äußerte er sich jedoch zurückhaltend. Obwohl der Stürmer immer willkommen ist, weigert sich der Eigentümer, die Zukunft von Anderlecht an eine einzelne Person festzumachen.

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