Sibierski: "Möchte dominanten Fußball und eine tolle Mentalität sehen"

SAMSTAG, 9 MAI 2026, 13:52 - RSCA Skater
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INTERVIEWS Antoine Sibierski sprach am Mittwochnachmittag zum ersten Mal als neuer Sportdirektor von Anderlecht mit der Presse. "Meine Ambitionen passen zu denen des Vereins", sagte der 51-jährige Franzose. Über den aktuellen Trainer und den Kader wollte er aber noch keine Aussagen tätigen.

Sibierski erklärte der Presse, welche Ziele er mit Anderlecht verfolgt. "Wir möchten einen dominanten Fußball spielen, sowohl in Ballbesitz als auch ohne Ball", schilderte Sibierski. "Ich möchte, dass unsere Mannschaften mit einer tadellosen Mentalität spielen, geprägt von Werten wie Struktur, Disziplin und Arbeitsmoral. Und ich möchte, dass Nachwuchsspieler wieder den Sprung in die erste Mannschaft schaffen."


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Die anwesende Presse wollte auch die Meinung von Sibierski über den aktuellen Trainer Jérémy Taravel und den Kader in Erfahrung bringen. "Aktuell schaue ich mir noch alles an. Es wäre falsch, jetzt schon Schlussfolgerungen zu ziehen", sagte Sibierski. Er erklärte, dass jetzt noch einige wichtige Spiele auf dem Programm stehen. Er möchte jetzt vor allem nicht für Unruhe sorgen "Das wird eine wichtige Phase für den Verein und deswegen konzentrieren wir uns vor allem auf die kommenden Spiele."

Ein Treffen mit Van Himst

Während seines Pressegesprächs zeigte Sibierski, dass er sich auch in der Geschichte des Vereins gut auskennt. Er erzählte, wie er als kleiner Junge, der in der Nähe von Lille aufgewachsen war, oft auf RTBF die Spiele von Anderlecht verfolgte. "Als 5- oder 6-jähriger habe ich mir die Europapokalspiele von Anderlecht in Schwarz-Weiß angeschaut."

"Für mich ist Anderlecht immer der Verein in Belgien gewesen. Dabei denke ich direkt an Spieler wie Scifo, Vercauteren, Albert, Degryse oder Nilis. Und natürlich Paul Van Himst, der der Generation meines Vaters angehört. "Gestern, an meinem ersten Tag, habe ich darum gebeten, Van Himst treffen zu dürfen, denn er verkörpert genau das, wofür der RSC Anderlecht steht."

Sibierski hält es für wichtig, dass sich die aktuelle Generation von Spielern und Trainern bewusst ist, welch ruhmreiche Vergangenheit dieser Verein hat. "Es liegt in der Verantwortung aller im Verein, dafür zu sorgen, dass diese Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Verwaltungsratsmitglieder, Mitarbeiter, Spieler – schließlich sind wir nur vorübergehende Gäste in diesem Verein. Aber lassen Sie uns vor allem dafür sorgen, dass es eine schöne Zeit wird."

Quelle: © Eigene Quelle