
ANDERE Antoine Sibierski fiel am vergangenen Sonntag auf, als er auf der Bank von Anderlecht Platz nahm. Bei seinem ersten Auswärtsspiel seit seiner Ernennung zum neuen Sportdirektor entschied sich der Franzose dafür, neben dem Trainerstab zu sitzen, anstatt auf der Tribüne. Eine Entscheidung, die Neugier weckt, aber ganz zu seiner Arbeitsweise passt. Bereits bei seiner offiziellen Vorstellung hatte Sibierski angekündigt, so nah wie möglich am Trainerstab und den Spielern sein zu wollen, ohne sich in die Entscheidungen des Trainers einzumischen.
Seine Anwesenheit auf der Bank in Gent folgt also einer einfachen Logik: beobachten, einfühlen, verstehen. Bei Troyes, seinem früheren Verein, ging er ebenfalls so vor. Für ihn ist die technische Zone ein idealer Ort, um das Verhalten, die internen Dynamiken und die Emotionen eines Spiels zu analysieren. Diese Position passt perfekt zu dem, was Kenneth Bornauw vorhatte: ein Sportdirektor, der täglich involviert und eng mit der Kabine und dem Trainerstab verbunden ist.
Sibierski setzt diese Vorgehensweise konsequent um. Auch wenn diese Nähe in Belgien vielleicht überraschend erscheint, so ist sie anderswo üblich. In Deutschland beispielsweise sitzt Christoph Freund, der Sportdirektor des FC Bayern München, regelmäßig auf der Trainerbank, manchmal sogar direkt neben Vincent Kompany.
Sibierski selbst hat bereits angekündigt, dass er bei Auswärtsspielen auf der Bank sitzen wird, während er im Lotto Park auf der Tribüne Platz nehmen wird, da dort die Beobachtungsbedingungen besser sind.
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