Silvio Proto: "Vergleicht Union nicht mit Anderlecht"

MITTWOCH, 20 MAI 2026, 17:14 - RSCA Skater
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INTERVIEWS Die deutliche Niederlage von Union Saint-Gilloise tegen Club Brügge hat auch bei Silvio Proto Reaktionen hervorgerufen. Die ehemalige Anderlecht-Ikone nahm in einem französischsprachigen Sportpodcast kein Blatt vor dem Mund und reagierte kritisch auf die zunehmenden Vergleiche zwischen Union und dem RSC Anderlecht.

Proto räumte ein, dass Club Brügge aktuell die dominierende Mannschaft in Belgien ist, relativierte diese Vormachtstellung jedoch zugleich. Dem ehemaligen Torhüter zufolge wird oft vergessen, dass auch Brügge eine lange Zeit ohne Meistertitel geblieben war. Er betonte, dass Anderlecht historisch gesehen nach wie vor auf einem anderen Niveau steht, unter anderem aufgrund der Anzahl der gewonnenen Titel.


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Der ehemalige Rote Teufel, der seit dem vergangenen Jahr als Torwarttrainer und Assistent von Jérémy Taravel bei Anderlecht aktiv ist, reagierte vor allem gereizt auf Stimmen, die Union mittlerweile als größeren Verein als Anderlecht bezeichnen.

Laut Proto mangelt es dabei völlig an historischer Perspektive. Er verwies auf seine eigene Erfolgsbilanz beim Rekordmeister (sechs Meistertitel und zwei Pokalsiege) und stellte einen Vergleich mit der Gesamtbilanz von Union an. Damit wollte er verdeutlichen, wie groß der Unterschied in Bezug auf Tradition und Titelgewinne nach wie vor ist.

Auch gegenüber Fans, die sich von der Geschichte von Union angesprochen fühlen, zeigte sich Proto auffallend streng. Er ist der Meinung, dass echte Fans ihrem Verein treu bleiben, auch in schwierigen Zeiten. Seiner Ansicht nach werden viele unentschlossene Fans schnell wieder zurückkehren, sobald Anderlecht wieder erfolgreich ist.

Die Äußerungen von Proto verdeutlichen, wie heikel die Machtverschiebung im Brüsseler Fußball derzeit ist. Während Union in den vergangenen Jahren sportlich starke Leistungen gezeigt hat und Anderlecht weiterhin nach Stabilität sucht, bleibt das historische Ansehen des Rekordmeisters für Vereinsikonen wie Proto weiterhin unantastbar.

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