Anderlecht hofft auf einen Neustart unter Sibierski

DONNERSTAG, 21 MAI 2026, 17:38 - RSCA Skater
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ANDERE Beim RSC Anderlecht wächst die Erkenntnis, dass dem Verein erneut ein tiefgreifender Umbruch bevorsteht. Nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen den KV Mechelen bleibt der Kampf um das begehrte Europapokalticket ungewiss und der Druck in Neerpede nimmt weiter zu.

Die Fans machten am vergangenen Sonntag deutlich, dass sie unzufrieden sind. Der Lotto Park blieb auffallend leer und die Fan-Kurven beschlossen, die Mannschaft in den letzten Saisonspielen nicht mehr aktiv zu unterstützen. Einige Fans brachten sogar einen Würfelteller und Würfel mit ins Stadion – als zynisches Symbol für die Krise, in der sich der Verein befindet.


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Trainer Jérémy Taravel gab nach dem Spiel zu, dass die Stimmung speziell war und dass er die Frustrationen bei den Fans nachvollziehen kann. Die Chance, dass er auch in der kommenden Saison noch Cheftrainer sein wird, scheint inzwischen allerdings ziemlich klein geworden zu sein.

Jetzt sind alle Augen auf den neuen Sportdirektor Antoine Sibierski gerichtet, der bei Anderlecht erneut für einen Neustart sorgen muss. Sibierski ist für seine strenge Vorgehensweise und klare Entscheidungen bekannt. Intern sollen die ersten Endrücke jedenfalls ziemlich positiv sein.

Ihm steht jedenfalls eine schwierige Aufgabe bevor. Anderlecht muss den Kader verstärken, ohne Gewissheit über eine Teilnahme am Europapokal zu haben, was erhebliche Auswirkungen auf das verfügbare Budget hat. Zudem droht ein hektischer Sommertransfermarkt mit mehreren Abgängen und einer unklaren Trainersituation.

Innerhalb des Vereins sind die Prioritäten bereits festgelegt worden: mehr Tempo, mehr Qualität am Ball und eine bessere Mentalität innerhalb der Mannschaft. Junge Spieler wie Nathan De Cat, Nathan Saliba, Mihajlo Cvetkovic und Ilay Camara sollen dabei eine wichtige Rolle spielen, auch wenn nicht ausgeschlossen ist, dass einige Talente verkauft werden müssen, um finanziellen Spielraum schaffen zu können.

Gleichzeitig verschwinden einige hochdotierte Verträge aus dem Gehaltsbudget, darunter die von Thorgan Hazard, Yari Verschaeren und Mats Rits, die offenbar kurz vor dem Abschied stehen.

Die kommenden Monate werden daher für Anderlecht entscheidend sein. Der Verein hofft, endlich wieder Stabilität und sportliche Klarheit zu finden, ist sich aber gleichzeitig bewusst, dass der Spielraum für weitere Fehler äußerst gering geworden ist.

Quelle: © Eigene Quelle