Ambros spricht über seine erste Nominierung und den Saisonbeginn
DIENSTAG, 29 SEPTEMBER 2026, 15:39 - RSCA Skater
INTERVIEWS Eine erste Nominierung für die A-Mannschaft eines Landes ist immer ein wichtiger Moment in der Karriere eines Fußballers. Der Status im Heimatland ändert sich völlig, vor allem für einen Spieler wie Lukas Ambros, der in der heimischen Liga nie geglänzt hat.
In einer Pressekonferenz mit tschechischen Journalisten bestätigte der 22-jährige Tscheche, dass es eines seiner Ziele war, in den A-Kader der Nationalmannschaft zu kommen, als er im vergangenen Sommer bei Anderlecht unterschrieb, nachdem er in den vergangenen Jahren bereits für die Nationalmannschaften von der U15 bis zur U21 zum Einsatz gekommen war.
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Weiter lesen Seine Nominierung kam daher nicht ganz aus heiterem Himmel. Dennoch wusste Ambros im Vorfeld nichts davon und reagierte nach eigenen Angaben erfreut, aber gelassen, als sein Name aufgerufen wurde. Er will sich nun während der Länderspielpause beweisen, in der Tschechien gegen Kroatien, England, Spanien und erneut gegen England antritt. Kein einfaches Programm für eine tschechische Mannschaft, die nach einer enttäuschenden WM auf einen Neuanfang unter dem neuen Nationaltrainer Santi Denia hofft.
Ambros blickt zufrieden auf seine ersten Monate bei Anderlecht zurück. Das erste Ziel wurde bereits mit der Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League erreicht. Er freut sich über das positive Feedback, das er für seine Leistungen erhält, ist sich aber auch bewusst, dass die Saison noch lang ist. In erster Linie möchte er sein derzeitiges Niveau halten. Über seine Rolle in der Mannschaft von Vitor Bruno sagt er Folgendes: "Ich bewege mich meistens im Mittelfeld."
Als Erklärung für seine schnelle Eingewöhnung verweist Ambros darauf, dass er bereits seit seinem 16. Lebensjahr im Ausland lebt und sich schon mehrfach an eine neue Mannschaft anpassen musste, zuerst bei Wolfsburg und danach bei Freiburg und Górnik Zabrze. Vor allem bei diesem letzten Verein hat er sowohl auf persönlicher als auch auf fußballerischer Ebene viel dazugelernt. Zudem waren tschechische Spieler in der Vergangenheit bereits öfter bei Anderlecht erfolgreich. Man denke beispielsweise – wenn auch in unterschiedlichem Maße – an Daniel Zítka, Jan Koller, Jan Polák, Stanislav Vlček, Ondřej Mazuch und Lukáš Mareček.
Die tschechischen Medien beschreiben Ambros als ruhig und ausgeglichen. Mit Hilfe des in Tschechien bekannten Mentaltrainers Vít Schlesinger, den er als seinen "mentalen Begleiter" bezeichnet, hat er in der letzten Zeit hart an seiner mentalen Stärke gearbeitet und erntet nun die Früchte davon. Dennoch sieht er Anderlecht nicht als Endpunkt seiner Karriere: "Das ist nicht mein Endziel. Man muss sich ständig weiterentwickeln."
Ob er seinen erfolgreichen Saisonstart bei Anderlecht auch in der Nationalmannschaft fortsetzen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.